Kontakt zu MEN VIA

Telefon:
+43 (0) 699 17482186

E-Mail:
kfj.via@wienkav.at

Unterstützung für Männer, die von Menschenhandel betroffen sind

MEN VIA betreut Männer, die von Menschenhandel betroffen sind

Das Männergesundheitszentrum berät und betreut seit 2013 männliche Betroffene von Menschenhandel. Allein im Jahr 2017 konnten 62 Männer unterstützt werden. Die Hilfestellung durch MEN VIA umfasst Beratung, sichere Unterbringung, Begleitung in rechtlichen, medizinischen, psychologischen und sozialen Angelegenheiten und die Unterstützung bei der Zukunftsplanung.

Auch Männer sind in Österreich von Menschenhandel betroffen

Männer sind in unterschiedlichen Sektoren von Menschenhandel betroffen. Niedriglohnbranchen und gefährliche Tätigkeiten sind prädestiniert: Baugewerbe, Gastronomie, Reinigung, Landwirtschaft. Männer werden aber auch in der Bettelei ausgebeutet, zur Prostitution oder zu kriminellen Handlungen gezwungen. Oft wird Menschenhandel als grenzüberschreitendes Verbrechen begangen. Doch auch Männer, die schon in Österreich lebten, können Betroffene dieses Verbrechens werden.

Wie werden Männer ausgebeutet?

Betroffene Männer werden getäuscht und betrogen und sind mit Gewalt, Entzug ihrer Dokumente oder ihrer Freiheit und Drohungen konfrontiert. Sie werden gezwungen, eine Tätigkeit zu anderen Bedingungen als vereinbart auszuüben: überlange Arbeitszeiten, Gesundheitsgefährdungen, fehlende Selbstbestimmung. Sie werde sehr schlecht bezahlt oder erhalten ihren Lohn gar nicht. Sie werden in Abhängigkeit gehalten und eingeschüchtert.

Welche Rechte haben Betroffene?

Betroffene von Menschenhandel haben ein Recht auf Schutz vor Ihren AusbeuterInnen. Sie haben ein Recht auf Gesundheitsversorgung und auf bedarfsorientierte Unterstützung unabhängig von Ihrer Kooperation mit Polizei und Justiz. Ihnen steht Aufenthalt in Österreich für die Zeit von Ermittlungen und gerichtlichen Verfahren zu. Im Strafverfahren haben sie Anrecht auf psychosoziale und juristische Prozessbegleitung, in zivilrechtlichen Verfahren auf psychosoziale Begleitung. Betroffene dürfen nicht für Straftaten belangt werden, zu denen sie im Rahmen ihrer Ausbeutung gezwungen worden waren. Sie haben ein Recht auf Wiedergutmachung und Entschädigung.

 

MEN VIA wird gefördert vom Ministerium für Inneres und vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und KonsumentInnenschutz.

BMI BMASGK