Männerspezifische Gesundheitsförderung für wohnungslose Männer

Seit 2008 ist das MEN in der aufsuchenden Gesundheitsförderungsarbeit für wohnungslose Männer in betreuten Einrichtungen aktiv. Das Ziel besteht in der Unterstützung und Begleitung der Hausbewohner bei psychischen, psychosozialen und physischen Problematiken. Dazu gehören Beratung in Krisensituationen, Aktivierung, Erarbeitung von individuellen Lebenskonzepten, Gesundheitsprävention und ein Abbau von Hemmschwellen hinsichtlich der Nutzung von GesundheitsexpertInnen im Haus sowie von medizinischen und ärztlichen Angeboten.

Das Angebot steht in enger Kooperation und Austausch mit den diesbezüglichen Aktivitäten von FEM. Aktuell können männliche Bewohner folgender Einrichtungen MEN-Beratung vor Ort in Anspruch nehmen: Haus Hernals, Haus Siemensstrasse, Haus Gänsbachergasse, Haus Kastanienallee, Haus Leo, Vinzenzhaus, Haus Sama, NeunerHaus Hagenmüllergasse, Haus Max Winter und Haus Allerheiligen, Haus Billrothstrasse sowie Haus Hausergasse.

Im Jahr 2014 fanden insgesamt 1.479 Beratungstermine mit 246 Männern statt. Das bedeutet eine sehr gute Auslastung der angebotenen Beratungsstunden. Dies ist angesichts einer im Regelfall nur sehr schwer motivierbaren Zielgruppe ein sehr großer Erfolg und bestätigt den hohen Beratungsbedarf in diesem Feld. Die gute Vernetzung und Kooperation mit den Einrichtungen bzw. den darin vorhandenen Ressourcen, und die Vorgehensweise einer aufsuchenden Männerarbeit hat sich in diesem Projekt sehr bewährt.

Das Projekt wird mit Mitteln des Fonds Soziales Wien realisiert und gewann gemeinsam mit dem Projekt zur Gesundheitsförderung für wohnungslose Frauen von FEM im Jahr 2012 den Österreichischen Vorsorgepreis.